Ton für die GoPro – Teil 1

Über den bescheidenen Ton der GoPro habe ich mich ja schon ausgelassen, wobei ich keine Lösung dafür habe (hatte?), außer den Originalton mit Musik zu töten bzw. so weit in den Hintergrund zu dämpfen, bis man nicht mehr merkt, wie schlecht er ist. Diese „nicht“-Lösung des Problems bin ich in den letzten Tagen angegangen und habe, meinen Finanzen folgend, eine preiswerte Lösung gefunden, die ich hier scheibchenweise vorstellen will. Wobei ich preiswert ein bisschen definieren will: Natürlich gibt es bessere Lösungen und mein Vorschlag ist echte Bastelei, aber mal ehrlich: Werden meine kleinen Filmchen mit etwas mehr Ton so viel besser? Ich möchte das erst sehen, und wenn ich dann (natürlich von mir selbst) restlos beeindruckt bin, kann es sein, dass ich eine professionellere Lösung angehen will. Aber für ein wenig Rumprobieren gefällt mir meine Billiglösung.

Was habe ich also überlegt bzw. ausgeschlossen? Einfach mal der Reihe nach, ist natürlich die erste Idee ein besseres Mikro an die GoPro anzuschließen. Kein Problem, ein Mikrofon kann man anschließen, einen Adapter von Mini-USB auf 3,5 mm Klinke gibt es, Preis im einstelligen Eurobereich, falls von namhafter Firma (z.B. von Rode) dann steht eine eins davor. Ist auch bezahlbar. Kleines Problem: Meine GoPro (Hero 3) befestige ich, wie schon beschrieben, unter anderem mit einem Saugnapf am Fenster, aber immer im Unterwassergehäuse. Und da passt kein Adapter durch. Also brauche ich einen offenen GoPro-Halter (nicht Original für rund 12 Euro zu haben, allerdings plus Porto) und dieser Halter braucht noch einen Adapter zum Saugnapf. Bevor ich mir überhaupt Gedanken über ein Mikro machen kann, kostet der Schuss ins Blaue gut 30 Euro, ohne Markenartikel und damit mit dem Risiko, dass einer der Adapter schlicht nicht funktioniert.

Nächste Idee (hatte ich schon mal hier vorgeschlagen): Ein mobiler Recorder. (Z.B. Thomann bietet so was an, ich hab hier irgendwo auch einen Link dahin gesetzt.) Schön, aber wo will ich den Recorder befestigen (die Dinger haben zwei fest installierte Mikrofone), wenn ich den Motor- oder Auspuffsound aufnehmen will? Hinterherlaufen ist, na ja, vielleicht gesund, aber eher nicht machbar. Und den Recorder mit Tape an den Auspuff kleben ist eher auch dämlich. Und die Idee, ein Mikro in den Recorder zu stecken und dieses an den Auspuff oder in den Motorraum zu klemmen, ist zwar gut, aber wozu brauche ich einen Recorder? Mein Handy sollte das auch können.

Stimmt auch, allerdings nicht mal eben. Zwar haben fast alle Handys einen 3,5 mm Klinkeneingang, aber dieser hat eine TRRS Belegung und keine TRS Belegung, wie ein Mikrofon. Wer das genau wissen will, dem lege ich Wikipedia ans Herz. (Link zu den Klinkensteckern.) Und, bevor es langweilig wird, unterscheiden sich diese auch noch in OMTP und CTIA Stecker. Wer jetzt meint, dass sein Handy doch mit jedem Kopfhörer zurecht kommt (= TRS Klinke), der hat recht, aber der Mikrofoneingang liegt eben auf dem zusätzlichen Pol und die beiden können auch noch vertauscht sein (das ist der Unterschied von OMTP zu CTIA). Eigentlich sollte diese Vertauschung bei passiven (billig) Mikrofonen nichts ausmachen, aber ich wollte sichergehen und habe einen Stecker gekauft, den man frei belegen kann, und daran habe ich eine Buchse gemäß der CTIA Belegung gelötet. (Kosten knapp 4 Euro.)

Und, Begeisterung, zumindest im Wohnzimmer funktioniert es. Allerdings hat meine Bastelei zwei Haken: Durch den Adapter steigt der Widerstand der Leitung und das Signal ist deutlich schwächer als bei den ersten Versuchen, bei denen ich das Mikro direkt und ohne Stecker ans Handy gefummelt hatte. Dem muss ich nachgehen. Und der zweite Haken ist die Befestigung des Mikros draußen am Auto: Eigentlich wollte ich das Mikro mit einem Magneten befestigen (nein, der sollte das Mikro nicht kaputt machen, die Membran ist ziemlich sicher nicht aus Stahl, meine ich jedenfalls) aber die Idee ist Schwachsinn, mein Auto hat ein Kunststoff Heck und wenn ich das Mikro am nächsten Metallteil befestige, nehme ich nur Windgeräusche auf. Hier muss ich noch arbeiten. Und am geeigneten Mikrofon. Dazu mehr in Teil 2.

 

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